Sie haben einen Begriff gehört und wissen nicht wo dieser eingeordnet wird oder was er bedeutet?
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Vorallem in guten Restaurants mit großem Weinkeller und umfangreicher Auswahl an Weinen trägt der Sommelier oft die Verantwortung für einen hohen Kapitalbestandswert an gelagerten Weinen. Deswegen ist bei einigen Schulen eine Ausbildung in der Gastronomie Voraussetzung um Sommelier zu werden. Nach einer regulären Ausbildung in der Gastronomie folgt die Zusatz-Ausbildung zum Sommelier. Drei Möglichkeiten bestehen dafür in Deutschland: Die Hotelfachschule Heidelberg, das gastronomische Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz sowie die Unabhängige Internationale Weinakademie im Kermess München.
Die geschützte Berufsbezeichnung für den Sommelier lautet Diplom Sommelier oder Sommeliere SFS. Um diese Berufbezeichnung zu tragen erfordert es eine Ausbildung in der Schweiz mit abschließender Diplomarbeit. Anerkannt von beiden Verbänden in der Schweiz sowie dem Internationalen Verband. Die Ausbildung dazu dauert ca. 2 Jahre und wird Berufsbegleitend in der Schweiz angeboten.
Der einfache Titel Sommelier hingegen ist nicht geschützt. Es ist somit üblich in Restaurants, eine Servicefachkraft, welche sich hauptsächlich um Wein kümmert, oder als einzige sich mit Wein betätigt neben anderen Aufgaben, als Sommelier zu bezeichnen.
In einem normalen Restaurantbetrieb kann der Sommelier auch durch einen gut geschulten Kellner vertreten werden. Jedoch darf besonders hochwertige Weine in der Regel nur der Sommelier ausschenken, da bei den umgesetzten Werten (>=100 € Einkaufspreis pro Flasche) auch eine entsprechende Qualitätskontrolle (Geruchsprüfung, Dekantieren) durch eine Fachkraft erfolgen muss.
"Kompetente Weinberatung ist ganz im Sinne unserer Weinwirtschaft. Konsumenten, die Weine von hoher Qualität verlangen, setzen beim Personal ein hohes Weinwissen voraus. Dem muss in der Ausbildung vom Servicemitarbeiter bis hin zum Diplom-Sommelier Rechnung getragen werden"
In einer Sommelier Ausbildung lernt man vorallem verstärkt heimische Weine kennen, sowie Management- und Marketing-know how. Teammanagement, Verkaufs- und Beschwerdenmanagement, Mitarbeiterführung sowie Verkostungen und Kenntnisse über die bei den Kunden am meisten nachgefragten Weinländer stehen auf dem Lernplan. Jedoch werden auch moderne Produktions- und Weinverkostungsmethoden und Sensoriktraining ebenso behandelt wie erfolgreiche Verkaufstechniken.
Die Qualifikation und Ausbildung ist sehr ähnlich die eines Weinfachberaters. Besondere Kenntnisse sind bezüglich „Harmonie von Speisen und Wein“ erforderlich.